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 Auf Blauen Adern 


"Ich habe an vielen Orten gelebt, aber für mich gibt es nichts Schöneres als mein Ruhrpott“, erzählt Gudrun Grumich überzeugt. In diesem Jahr hat sie eine Saisonkarte für Ausflugsschiffe im Ruhrgebiet gekauft. Fast jeden Tag gehen sie und ihr Mann Rainer an Bord des Schiffes, trinken ein Weißbier und verbringen zwei Stunden damit, das Ruhrgebiet vom Wasser aus zu betrachten.

Der Ausflugsschiffverkehr auf der Ruhr hat eine lange Tradition, schon im Jahr 1927 starteten die ersten zwei Schiffen. Der Andrang und die Begeisterung waren so groß, dass die Flotte schnell vergrößert wurde.
Nach einer Unterbrechung während des Zweiten Weltkrieges – die Schiffe wurden beschlagnahmt und in den Niederlanden eingesetzt – kehrten die populären Fahrgastschiffe auf die Ruhr zurück.

Gestern wie heute – eine Schifffahrt zeigt eindrücklich die Vielfalt der ganzen Region: Idyllische grüne Uferlandschaften, graue Industrietürme, Binnenhäfen, Schleusen oder Seen bei Sonnenuntergang.
Denn die Ruhr als Hauptschlagader und die ursprünglich für die Industrie gegrabenen Kanäle verbinden nicht nur die Städte der Region miteinander, sondern verkörpern wie kaum etwas anderes die Idee des Ruhrgebiets als eine Metropole.


Teil des Kollektiv Projekts Ruhrgebiet:Notizen